Pina Bausch und die Schwebebahn …
Im Juli habe ich in Wuppertal an einem After-Work-Fotowalk des Fotografen Klaus Wohlmann aus Köln teilgenommen. Wir trafen uns an einer Station der Wuppertaler Schwebebahn und von dort aus ging es immer eine Station weiter. Es gab interessante Motive, auf die uns der Fotograf immer wieder aufmerksam machte, und so schwirrten wir immer wieder aus. Das war alles sehr spannend. Besonders die Schwebebahn gab immer wieder ein gutes Motiv ab.
Dann war da dieses Wohn- und Geschäftshaus, mit einem Gemälde verziert. Großartig, ein kraftvolles Bild voller Ausdruck, riesige Hände, die die Fenster umschlossen… ich fotografierte. Fertig.
Kurze Zeit später besuchte ich in der Bundeskunsthalle Bonn die Ausstellung von Wim Wenders … irre … sie ist unbedingt sehenswert. Es war begeisternd die Ausstellung mit den Originalfotos aus den Filmen zu sehen. Don’t come knocking, Der Himmel über Berlin, Paris-Texas und … Pina. Das sagte mir nichts und ich wollte dem nachgehen.
Zu Ehren seines 80. Geburtstages zeigt nun Arte aktuell einige Wim Wenders Filme, darunter „Pina“. Das habe ich mir angesehen. Erst dachte ich, dass ich einschlafen muss, aber dann war ich fasziniert. Kraftvolle Tänzer, ein Tanztheater in Wuppertal … und das von dieser Bekanntheit? Welttourneen? Davon hatte ich noch nie gehört und dann sah man im Film alte Aufnahmen von ihr … Pina Bausch, die in den 1970er-Jahren mit ihrer Entwicklung des Tanztheaters zu einer Kultfigur der internationalen Tanzszene wurde. Sie galt in der Fachwelt als die bedeutendste Choreografin ihrer Zeit. Wahnsinn… Da denkt man, dass hinter Köln die Welt aufhört… Der Kreis schloss sich. Die Tänzerin des Wandgemäldes in Wuppertal ist sie: Pina.
Aber auch die Schwebebahn habe ich nicht außer Acht gelassen, obwohl ich hinterher feststellen musste, dass ich sie öfter „verpasst“ als „pünktlich“ fotografiert habe. Ich muss sicherlich noch mal hin…





